Elektroroller als Teil der ökologischen Verkehrswende

Die Einführung von Elektrorollern als neues Verkehrsmittel ist in das Konzept der ökologischen Wende eingebettet. Die E-Roller sollen dazu beitragen, dass das mit Öl betriebene Auto seine dominierende Rolle auf den Straßen verliert. Sie werden als umweltfreundliche Verkehrsmittel beworben, die weder Emissionen aussenden noch die begrenzten Ressourcen unseres Planeten ausbeuten.
Was E-Roller sind, worin ihre Vor- und Nachteile liegen, welche Kriterien beim Kauf wichtig sind und ob die hohen Erwartungen, die mit den E-Rollern verbunden sind, gerechtfertigt sind, das wird in diesem Artikel diskutiert. Weitere Einblicke zum Thema verschafft Ihnen dieser eRoller Test.

E-Roller und Zulassung

Die E-Roller gibt es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Erreichen sie mit ihrem Elektromotor nur eine Geschwindigkeit bis 12 km/h, sind sie für Fahrer ab 12 Jahren zugelassen. Etwas schnellere Modelle können Fahrer ab 14 Jahren kaufen. E-Roller für Erwachsene wirken bereits nicht mehr wie Tretroller, sondern erinnern eher an Motorräder. Sie schaffen 45 km/h und teilweise sogar bis zu 120 km/h. In beiden Fällen ist der Erwerb eines Führerscheins zwingend. Viele Nutzen E-Roller als Leihfahrzeuge.

Wie funktionieren E-Roller?

E-Roller, die sich in puncto Geschwindigkeit eher an Fahrrädern orientieren, sehen ein wenig wie Tretroller für Kinder aus. Der Elektromotor wird nach einem Anlaufschritt oder zwei Anlaufschritten automatisch in Gang gesetzt. Außerdem sind die E-Roller neben dem Gas mit einer Bremse, Licht und Reflektoren ausgestattet. Elektroroller, die deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen, sind nicht nur vom Outfit, sondern auch in ihrer Funktion Motorräder, nur mit dem gewichtigen Unterschied, dass es sich beim Motor um einen Elektroantrieb handelt.

Elektroroller werden mit Akkus betrieben und über Steckdosen aufgeladen. Sie schaffen eine Fahrtzeit von 50 bis 100 km pro Ladung und die Ladezeit beträgt zwischen fünf und acht Stunden. Für Erleichterung können Schnellladegeräte und Schnellladefunktionen sorgen. Im letzteren Fall lässt sich die Kapazität in nur zwei Stunden auf 70 % auffüllen, wenn man es besonders eilig hat.

Die Vorteile von Elektorollern

„Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“, erkannte schon der Literat Hermann Hesse. Dem Reiz des Neuen wohnt in der Tat ein gewisses Mobilisierungspotenzial inne. Damit sich diese Kraft nicht verbraucht, brauchen E-Roller im Vergleich zu anderen Fahrzeugen wie Fahrrad, Mofa, Moped und Motorrad einen echten Mehrwert.

Erreichen die E-Roller Geschwindigkeiten wie ein Moped, sind die Vorteile der emissionsfreien Fahrweise und des Nichtverbrauchs von Öl augenfällig. Bei den E-Rollern im Tretrollerformat besticht ihre kompakte Fahrweise, mit der sich quirlig und durchaus mit Spaß und Freude durch den Verkehr steuern lässt. E-Roller können zudem noch besser transportiert werden als Fahrräder und gelten unter Experten deshalb bereits als Fahrzeuge für die „letzte Meile“.

Damit ist gemeint, dass Benutzer dazu neigen, sie in Bus und Bahn mitzunehmen, um dann den Weg von der Haltestelle bis zum Zielort mit den E-Rollern zu beschreiten. Außerdem sind sie als Alternative zu Autos konzipiert worden. Eine französische Studie enthüllte hierbei allerdings nur einen begrenzten Erfolg, denn nur 8 % aller Autofahrten würden durch den E-Roller ersetzt werden.

Die Nachteile von E-Rollern

Diverse teils schwerwiegende Unfälle haben die E-Roller in Bevölkerungskreisen unbeliebt gemacht. Tatsächlich neigen vor allem jüngere Teilnehmer mit E-Tretroller dazu, sich flink durch Menschenmassen zu navigieren, was Passanten wie Fahrern höchste Aufmerksamkeit abverlangt. Gerade in solchen Situationen kommt es mitunter zu Zwischenfällen. Inwieweit es sich um Kinderkrankheiten eines neuen Verkehrsmittels handelt, wird die Zukunft zeigen.

Ein anderes Problem ist, dass der Strom immer noch mehrheitlich nicht klimaneutral betrieben wird, das heißt, auch von Kohle- und Ölkraftwerken gewonnen wird. Der Anteil des grünen Stroms liegt aber bereits bei 40 % und wird sich in der Zukunft weiter nach oben verschieben.

Elektroroller haben nur eine Lebenserwartung von drei Monaten und belasten dann als Elektroschrott die Umwelt. Zudem müssen für die Batterien Rohstoffe wie Kobalt abgebaut wurden, die zum Beispiel im Kongo unter unmenschlichen Bedingungen gewonnen werden. Schließlich tragen sie durch die bevorzugte Nutzung als Fahrzeuge für die „letzte Meile“ dazu bei, dass sich die Menschen immer weniger bewegen.